Latrinengeschichte

Latrinenstory

Vor einem Jahr kam ein Projektvorschlag aus Burkina: Bau einer Toilettenanlage an der Schule Nabadogo. Bei all den Reisen in Burkina haben wir selten funktionierende Latrinen gesehen, oft schloss die Tür nicht, Tiere waren drinnen und öfter geputzt werden müssten sie auch. Nach Diskussionen im Vorstand haben wir diesem Projekt null Punkte gegeben und somit erreichte es nicht den erforderlichen Mindestpunktestand von 11 Punkten. Ein Jahr später lag der gleiche Antrag wieder vor, abermals in Burkina mit 10 bewertet. Außerdem gab es eine Erklärung dazu: die Eltern werden die Baustelle mit Wasser, Sand und Steinen beliefern. Die Eltern werden in Zukunft das Putzmittel für die Reinigung der Toilettenanlage zur Verfügung stellen. Es werden Schüler-Eltern-Gruppen, die sich um die Pflege kümmern sollen, gebildet. So bewerteten wir dieses Projekt mit drei Punkten und es kam zur Durchführung.

Im Januar 2017 konnten wir uns nun ein Bild der Latrinenanlage machen. Alles roch noch ganz frisch nach Farbe. Immer zwei Klassen benutzen eine Toilette, die außerhalb der Unterrichtszeit mit einem Schloss versehen ist. Obendrüber ein Schild: Spende von Yaa Soma.

Im Klassenzimmer wartete die nächste Überraschung auf uns. Der Maurer, der die Arbeiten durchgeführt hat, war so begeistert von Engagement und Mithilfe der Eltern, dass er sich ebenfalls angesprochen fühlte, etwas zu tun. So spendete er fünf Eimer, Besen und Gießkännchen zur Reinigung der Toilettenanlage.

Engagement, das sich multipliziert. Gibt es ein besseres Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe?

Und dann kam das Dankeschön der Eltern, Lehrer und Schüler: ein Bild mit… sehen sie selbst! Für uns das originalste Dankeschön überhaupt!

Liebe Grüße

Gaby Weik und Helga Winkenbach

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